Endokrine Disruptoren in Haarfarbe: Was die Wissenschaft wirklich sagt
Was ist ein endokriner Disruptor?
Ein endokriner Disruptor (ED) ist eine chemische Substanz, die in das Hormonsystem eingreift. Die französische Behörde ANSES und die WHO erkennen an, dass die chronische Exposition gegenüber diesen Substanzen mit Fruchtbarkeitsstörungen, Schilddrüsenstörungen und bestimmten hormonabhängigen Krebserkrankungen in Verbindung steht. Kosmetika stellen einen bedeutenden täglichen Expositionsweg dar.
Die problematischen Substanzen in chemischen Haarfarben
Resorzin — Von der französischen Behörde ANSES als nachgewiesener endokriner Disruptor klassifiziert (Bericht 2019). In fast allen handelsüblichen oxidativen Haarfarben enthalten, um die Pigmente zu stabilisieren. Es wird beim Auftragen über die Kopfhaut absorbiert.
PPD (Paraphenylendiamin) — Ein oxidativer synthetischer Farbstoff, von der ECHA als starkes Allergen (Kategorie 1B) klassifiziert. Studien bringen eine wiederholte PPD-Exposition mit einem erhöhten Blasenkrebsrisiko in Verbindung (IARC-Metaanalyse 2010).
Ammoniak — Reizt die Atemwege und die Kopfhaut. Fördert das Eindringen anderer Moleküle in die Haarfaser und die Dermis.
Was INSERM und ANSES sagen
Die INSERM-Studie E3N (2023) mit 98.000 französischen Frauen identifizierte einen Zusammenhang zwischen der häufigen Anwendung permanenter Haarfarben und dem Risiko für hormonabhängigen Brustkrebs (+23% bei regelmäßigen Anwenderinnen). Die ANSES empfiehlt seit 2019, "die Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren in kosmetischen Produkten zu reduzieren", und nennt dabei ausdrücklich Resorzin.
Die COSMOS Organic Pflanzenhaarfarbe: null gelistete ED-Substanzen
Die COSMOS Organic-Zertifizierung verbietet ausdrücklich Resorzin, PPD, Ammoniak und Wasserstoffperoxid. Die Haarfarben von Tresse Paris bestehen aus ausschließlich 6 Färbepflanzen, ohne jegliches synthetisches Molekül. Die Formulierung erfolgt in Frankreich unter strenger Qualitätskontrolle, mit vollständiger Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe.
Die COSMOS Organic-Zertifizierung erklärt →